Systemische (Neue) Autorität an unserer Schule
Die Systemische bzw. Neue Autorität ist ein pädagogisches Haltungs- und Handlungskonzept, das auf den israelischen Psychologen Haim Omer zurückgeht. Es wurde für Schule, Elternhaus und andere pädagogische Arbeitsfelder weiterentwickelt und unterstützt Lehrkräfte und Erziehende insbesondere im Umgang mit herausfordernden Situationen.
Im Mittelpunkt steht nicht die Kontrolle des Verhaltens von Kindern, sondern die Stärkung der Haltung und Präsenz der Erwachsenen. Ziel ist es, ruhig, klar und handlungsfähig zu bleiben – auch in schwierigen Situationen – ohne auf Strafe, Macht oder Zwang zurückzugreifen.
Zentrale Grundprinzipien sind:
- Beziehung statt Kontrolle: Eine vertrauensvolle, wertschätzende Beziehung bildet die Grundlage unseres Handelns.
- Präsenz und Verantwortung: Erwachsene zeigen, dass sie verlässlich da sind und Verantwortung übernehmen.
- Gewaltfreie Konfliktlösung: Konflikte werden ruhig, konsequent und ohne Eskalation bearbeitet.
- Gemeinschaft und Unterstützung: Zusammenarbeit und Netzwerke stärken alle Beteiligten.
Das Konzept ist inspiriert vom Gedanken des gewaltlosen Widerstands (z. B. Mahatma Gandhi und Martin Luther King) und setzt auf Beharrlichkeit, Transparenz und gegenseitige Wertschätzung im schulischen Alltag.
Für unsere Schule bedeutet dies:
Wir möchten Kinder stärken, ihnen Orientierung geben und gleichzeitig eine verbindliche und respektvolle Beziehungskultur leben. Nicht das Bestrafen steht im Vordergrund, sondern ein gemeinsames, verantwortungsvolles Miteinander, bei dem jedes Kind gesehen wird.