Wer viel liest, der wird reich an Bildern im Kopf…
Diese wunderbare Zeile aus dem Krokofillied „Lesemillionär“, das Peter Horsch (bekannt von den Sportfreunden Stiller) extra für seinen Freund, den Kinderbuchautor Armin Pongs geschrieben hat, summt seit Tagen durch die Flure und Klassenzimmer der Neuffener Grundschule. Und das aus gutem Grund, denn am Montag, dem 28.09.2026, reiste der Schriftsteller höchstpersönlich vom Chiemsee aus an, um für alle Klassenstufen eine jeweils einstündige Autorenlesung zu halten. Im Gepäck hatte er einen Korb, einige seiner Bücher, schwierige Begriffe und enorm viel Spaß, Elan und Lesefreude.
Armin Pongs nahm die Erst- und Zweitklässler mit auf eine Reise in seine Geschichte „KROKOFIL – der Traumländer“. Es handelt von einem kleinen Krokodil, das bei einem Felsenkönig und seiner Tochter im Land der Sonne glücklich und zufrieden lebte. Das Mädchen nannte es liebevoll KROKOFIL und beide waren unzertrennlich. Doch eines Tages heiratete die Prinzessin den Prinzen Kara Ben Duin al Hadschi Rabat und zog in dessen Königreich. Fortan war KROKOFIL nur noch traurig und aß und aß und hatte nur einen Traum, nämlich die Prinzessin wiederzusehen.
Die Dritt- und Viertklässler wurden „in den magischen Kalender entführt“. Aron, Taya, Anne und Said leben in einem kleinen Städtchen unterhalb einer sagenumwobenen Burg. Als Aron eines Tages ein geheimnisvolles Buch findet, ändert sich das Leben der Freunde auf einen Schlag. Die vier Kinder bringen es seinem Besitzer zurück und lernen dabei Professor Leonard von Löwenstein kennen. Dieser weiht die Freunde in die Geheimnisse eines magischen Kalenders ein, mit dem sie an Orte gelangen, wo sie Tiere vor dem Aussterben retten. Doch ihre Rettungsversuche werden immer wieder von drei zwielichtigen Gestalten durchkreuzt, die den Freunden Steine in den Weg legen und ihr Vorhaben bekämpfen. Eine spannende Abenteuerreise zur Rettung bedrohter Tierarten beginnt.
Drei wichtige Regeln galt es während der Lesungen zu beachten: 1. Alle Kinder müssen leise sein und gut zuhören, 2. Der Vorleser muss laut und deutlich lesen 3. Der Vorleser muss die Zuhörer anschauen. Armin Pongs war sehr begeistert von allen Klassenstufen, wie toll das geklappt hat und er selbst hielt sich auch an alles.
In den Köpfen entstanden tatsächlich enorm viele Bilder, die die Schüler schnell zusammengetragen hatten und die ihnen jetzt niemand mehr klauen kann. Und wer in Klasse 1 und 2 viel wusste und leise zuhörte wurde belohnt, nämlich mit einem Zauberstein mit Mondstaub, der, liegt er unter dem Kopfkissen, böse Träume verscheuchen kann. Die Dritt- und Viertklässler bekamen kleine Bimssteine als Erinnerung.
Kurzum es war für alle eine erlebnis- und abwechslungsreiche Stunde und alle gaben Armin Pongs mit Handschlag das Versprechen, weniger Fernsehen zu schauen, weniger Computerspiele zu spielen und viel zu lesen, um ganz reich an Phantasie und Bildern zu werden. Und ein Versprechen muss man ja bekanntlich halten! Die kostbare Klassen-Lesemuschel erinnert uns daran.
Vielen herzlichen Dank dem Förderverein, der diese Lesungen komplett finanzierte.
Sabine Hugo





